Bericht von Danièle
Das Thema der heutigen Weiterbildung lautete „Erste Hilfe, Gesundheit und Bewegung“. Zum ersten Mal fand eine Weiterbildung gemeinsam mit den Freiwilligen von Stadtnatur statt. Unsere Rangerin Salome leitete diese Veranstaltung zusammen mit Nina von der Ökologie bei Stadtgrün Winterthur, und die Kursleiterin Ursula Widmer führte uns in die Bewegungslehre nach Feldenkrais® ein.
Es nahmen rund zwanzig Teilnehmer daran teil. Es wurden zwei Gruppen gebildet und schon bald ging es los. Eine Gruppe begann mit den Feldenkrais ®-Übungen, die andere Gruppe befasste sich mit der 1. Hilfe, speziell für Situationen im Wald und im Gelände.
Bei der 1. Hilfe, wurde das Ampel-Schema besprochen und es gab auch Tipps zu verschiedenen Apps.
Als erstes gilt es die Situation zu überblicken, was ist geschehen, dann als zweites Gefahren ausschliessen für Helfende und andere Personen und als drittes, handeln, z.B. Unfallstelle absichern, Nothilfe leisten, Hilfe anfordern.
Wir vernahmen auch, dass die Notrufnummer 144, die Polizei, Rega aber auch andere Institutionen den Anrufenden sofort orten können, wenn man mit dem Mobiltelefon anruft. Man muss so also nicht mehr lange erklären wo man sich gerade befindet.
Nina simulierte eine Verletzung am Arm und Salome zeigte, wie man sofort helfen kann z. B. mit einem Schal.
Die verschiedenen Verwendungen für das Dreieckstuch wurden aufgezeigt. Zum Beispiel als Armtragschlinge, aber es eignet sich auch als Sonnenschutz oder Kühltuch. Wenn das Tuch feucht ist und es in der Luft geschleudert wird, kühlt es noch mehr.
Geri musste herhalten um sein Bein zu schienen mit zwei Holzstecken, gepolstert mit einer Mütze und festgemacht mit einem Schal. Etwas schwieriger war es dann eine Tragbahre zu konstruieren mit zwei „Chräbeli“. Die beiden Stiele wurden in die Ärmel von zwei Jacken gestossen. Der Verletzte konnte dann in die „Bahre“ gesetzt werden. Da haben wir aber gemerkt dass die Stiele der „Chräbeli“ zuwenig stark sind, da müssten dann schon eher 2 x 2 Stiele verwendet werden.
Plötzlich hiess es, dass draussen ein Unfall passiert sei. Timon lag gekrümmt auf dem Boden und schrie , dass ihm das Bein weh tut. Aber nicht nur das Bein war gebrochen, sondern eine Zinke eines Rechens steckte in seinem Schuh und Fuss. Sofort versuchten wir zu helfen. Jemand rufte, dass sofort jemand die Ambulanz anrufen soll, und alle „Gaffer“ fern gehalten werden sollen, aber plötzlich wurde eine Person ohnmächtig und musste in die Seitenlage gebracht werden.
Das Bein von Timon wurde geschient, die Zinke aber im Schuh/Fuss gelassen. Eine Bahre mit zwei Schaufeln wurde gebastelt, damit wir ihn zum Weg transportieren konnten, wo die Ambulanz ihn dann mitnehmen könnte. Etwas chaotisch verlief das Ganze schon, machte aber auch Spass. Hoffentlich brauchen wir das nicht schon bald im Wald.
In der Znünipause mit Kaffee und Gipfeli wurde dann noch weiter diskutiert und anschliessend wechselten wir den Ort und gingen ins Gewächshaus für eine kleine Einführung in die Feldenkrais®-Methode. Die Feldenkrais-Methode ist eine körperorientierte pädagogische Methode, die nach ihrem Begründer Moshé Feldenkrais benannt ist und basiert unter anderem auf Judo, sowie auf Erkenntnissen der manuellen Medizin. Das Ziel ist, ungünstige oder unbewusste Bewegungsmuster (die oft zu Verspannungen oder Schmerzen führen) erkannt und durch leichtere, schmerzfreie und effizientere Abläufe ersetzt werden können.
Wir nahmen alle Platz auf einem Mätteli. Ursula führte uns langsam an eine Methode heran, um fliessend aufzustehen oder auch wieder abzusitzen, ohne dass es mühsam ist. Dazu machten wir sitzend mit den Armen einen Kreis vor sich, als würden wir einen Baum umarmen, drehten uns mit dem ganzen Oberkörper nach rechts dann links. Dann gab es immer mehr Steigerungen, bis wir dann zuletzt in einer fliessenden Bewegung standen. Das Ganze dann zurück zu machen, war dann doch eine Herausforderung. Ursula gab auch Tipps, wie wir besser stehen können beim Neophyten ausreissen, dass wenn immer möglich der ganze Körper und vor allem die stärkeren Muskeln eingesetzt werden sollen. Auch sollen wir darauf achten alle Bewegungen nicht einseitig zu machen, sondern möglichst regelmässig die Seite zu wechseln zum Beispiel beim Rechen.
Ein lehrreicher Morgen ging zu Ende und einige grillierten noch ihr Mittagessen auf der schönen Glut die Geri gemacht hatte.

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