Manche denken wahrscheinlich, dass auch wir Winti Ranger zwischendurch mal abschalten und Ferien machen. Doch dem ist bei weitem nicht so! Selbst während der ganz heissen Zeit, als es für die meisten Leute zum Arbeiten unerträglich war, standen die Winti Ranger auf der Matte zum Goldruten-Zupfen. Im Wald blieb es immerhin angenehm. Das Problem ist nur, dass sowohl Goldruten wie auch Berufkraut Sonnenanbeter sind. So mussten wir wohl oder übel unter der Sonne schmoren. Wir haben trotz der Hitze ganze Arbeit geleistet: Im Lindberg knöpften wir uns manche Stellen vor, die nicht der Stadt gehören, sondern Korporationswald sind. Auch wenn uns zuerst der Schlag traf –so viele Goldrutenfelder! – packten wir das Problem bei der Wurzel. Einer von uns machte den Vorschlag, an einer ganz extremen Stelle vielleicht eine Brandrodung zu unternehmen. Ich muss zugeben, dass ich im selben Moment denselben Gedanke hatte…

Aronstab

Es ist immer wieder schön zu sehen, was nach einer Goldruten-«Räumung» an anderen Pflanzen zum Vorschein kommt: jungen Eichen, Tollkirschen oder Aronstab. Oft sieht es nachher ein bisschen leer aus, aber die Vegetation findet immer ihren Weg.

Meine Wenigkeit freute sich in den Tagen über ein bestimmtes Ereignis: Ich durfte mit Freunden meinen 30. Geburtstag im Wald – genauer: in einer der zig Waldhütten im Eschenberg – feiern. Es war etwas Spezielles und konnte es richtig geniessen. Man ist mitten im Leben, oder genauer gesagt: Das Leben fängt mit dreissig erst richtig an! Dies in gemütlicher Atmosphäre und in der Natur zu zelebrieren war für mich das Beste! Hätte ich mein kleines Fest allerdings um eine Woche verschoben, wäre es nichts geworden mit Grillieren. Denn die Stadt Winterthur verhängte wegen der Trockenheit – völlig zu Recht! – das Feuerverbot, das (zumindest im Wald) noch immer gilt.

Derzeit sind wir beim Reitplatz mit Zupfen beschäftigt, wo es viele lichte Stellen hat. Besonders in der Nähe vom Restaurant Zum Reitplatz hat es einige Felder, die wir noch beseitigen müssen. Hie und da stossen wir noch auf Sommerflieder oder Drüsiges Springkraut. Manchmal läuft uns die Fauna sprichwörtlich vor die Linse, seien es Eidechsen oder Lederlaufkäfer (siehe Foto). Was mir persönlich aufgefallen ist, dass es dieses Jahr im Eschenberg sehr viele Tollkirschen gibt. Auch wenn deren Früchte hochgiftig sind, sind diese Pflanzen doch schön anzuschauen.

Alles in allem kann man sagen: Sommerlöcher gibt es bei uns Winti Ranger nicht. Wir trotzen der Hitze, wir trotzen dem Regen, dezimieren invasive Neophyten und haben auch noch Spass dabei. Ich persönlich freue mich auf den nächsten Ausbildungstag, der am Donnerstag, 23. August im Superblock der Stadtverwaltung stattfinden wird und bin gespannt, was da uns vermittelt wird.

Written by Max Schumacher

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